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StrlSchV-RL - Strahlenschutzverordnung-Richtlinie <div class="doc_header gesetz_header"><div class="doc_headerlogo gesetz_headerlogo"><!--gesetz_logo--></div><div class="doc_headerblock gesetz_headerblock"><div class="doc_headerline gesetz_headerline"><span class="gesetz_normueberschrift">Richtlinie zur Verordnung über den Schutz vor Schäden durch ionisierende Strahlen (Strahlenschutzverordnung - StrlSchV)</span></div><div class="doc_header_sub gesetz_header_sub"><span class="gesetz_header_normgeber">Bundesrecht</span></div></div></div>
Richtlinie zur Verordnung über den Schutz vor Schäden durch ionisierende Strahlen (Strahlenschutzverordnung - StrlSchV)
Bundesrecht
Titel: Richtlinie zur Verordnung über den Schutz vor Schäden durch ionisierende Strahlen (Strahlenschutzverordnung - StrlSchV)
Normgeber: Bund
Redaktionelle Abkürzung: StrlSchV-RL
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Verwaltungsvorschrift

Richtlinie zur Verordnung über den Schutz vor Schäden durch ionisierende Strahlen (Strahlenschutzverordnung - StrlSchV)

Vom 17. Oktober 2011 (GMBl S. 867)

Geändert durch das RdSchr. vom 11. Juli 2014 (GMBl S. 1020) (1)

Vorbemerkungen

Die Richtlinie wendet sich einerseits an die zuständigen Genehmigungs- und Aufsichtsbehörden, andererseits soll sie dem Antragsteller bzw. Strahlenschutzverantwortlichen das Genehmigungsverfahren überschaubar machen und als Richtschnur für die in der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) festgeschriebenen Pflichten und Rechte dienen sowie dem im medizinischen Bereich tätigen Personal auf dem entsprechenden Anwendungsgebiet Hinweise zur Umsetzung der Strahlenschutzgrundsätze geben.

Die Richtlinie allein entfaltet keine rechtliche Verbindlichkeit. Wird die Richtlinie jedoch als Genehmigungsbestandteil in die behördliche Genehmigung aufgenommen, werden ihre Inhalte verbindlich, indem sie die einschlägigen Vorgaben der StrlSchV konkretisieren. Die in dieser Richtlinie beschriebenen Anforderungen sind deshalb in Verbindung mit den Bestimmungen der StrlSchV zu lesen. Enthält die Richtlinie Ausführungen, die sich nicht mit einschlägigen technischen Normen, z. B. nach DIN, decken, sind die Hinweise der Richtlinie vorrangig heranzuziehen.

In dieser Richtlinie wird nur an denjenigen Textstellen auf Rechtsgrundlagen, auf andere Regelwerke, z. B. Normen, oder auf Empfehlungen Bezug genommen, an denen es für das unmittelbare Verständnis sinnvoll erscheint. Grundsätzlich wird auf das umfangreiche Literaturverzeichnis in Anlage B verwiesen.

Für eine bessere Lesbarkeit des Textes wird auf geschlechtsspezifische Differenzierungen, z. B. bei Berufsbezeichnungen, verzichtet. Selbstverständlich sind stets beide Geschlechter gemeint.

Inhaltsübersicht Kapitel
  
Sachlicher Geltungsbereich 1
  
Genehmigungsanforderungen 2
Personelle Voraussetzungen 2.1
Strahlenschutzverantwortlicher und Strahlenschutzbeauftragte2.1.1
Personalbedarf2.1.2
Verfügbarkeit von Medizinphysik-Experten (MPE)2.1.3
Sonst tätige Personen2.1.4
Erforderliche Fachkunde im Strahlenschutz für Ärzte und Medizinphysik-Experten 2.2
Technische Voraussetzungen 2.3
Ableitungen radioaktiver Stoffe mit der Abluft oder dem Abwasser2.3.1
Ableitungen radioaktiver Stoffe mit der Abluft2.3.1.1
Ableitungen radioaktiver Stoffe mit dem Abwasser2.3.1.2
Speziell zu berücksichtigende Aspekte2.3.2
Messgeräte für Strahlenschutzmessungen2.3.3
Ausfallkonzepte beim Betrieb von Anlagen zur Erzeugung ionisierender Strahlen und Bestrahlungsvorrichtungen2.3.4
Erforderliche Unterlagen für die Genehmigung2.3.5
Anmeldung bei der ärztlichen Stelle2.3.6
Wesentliche Änderungen der Tätigkeiten 2.4
  
Erforderliche Fachkunde und erforderliche Kenntnisse im Strahlenschutz 3
Erforderliche Fachkunde im Strahlenschutz 3.1
Allgemeines3.1.1
Geeignete Ausbildung3.1.1.1
Praktische Erfahrung (Sachkunde)3.1.1.2
Kurse im Strahlenschutz3.1.1.3
Erwerb der erforderlichen Fachkunde im Strahlenschutz für Ärzte3.1.2
Erwerb der erforderlichen Fachkunde im Strahlenschutz für Medizinphysik-Experten3.1.3
Erwerb der erforderlichen Fachkunde im Strahlenschutz für technische Assistenten in der Medizin3.1.4
Erwerb der erforderlichen Fachkunde im Strahlenschutz für Personen mit einer staatlich geregelten, staatlich anerkannten oder staatlich überwachten und erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung, wenn die technische Mitwirkung Gegenstand ihrer Ausbildung und Prüfung war3.1.5
Aktualisierung der erforderlichen Fachkunde im Strahlenschutz3.1.6
Andere Fortbildungsmaßnahmen3.1.7
Anerkennung von außerhalb Deutschlands absolvierten Kursen und Sachkunden3.1.8
Geltungsbereich der erforderlichen Fachkunde im Strahlenschutz3.1.9
Übergangsregelungen3.1.10
Erforderliche Kenntnisse im Strahlenschutz 3.2
Allgemeines3.2.1
Erwerb der erforderlichen Kenntnisse im Strahlenschutz für Ärzte3.2.2
Erwerb der erforderlichen Kenntnisse im Strahlenschutz für Personen in Ausbildung (§ 82 Absatz 2 Nummer 3 StrlSchV)3.2.3
Erwerb der erforderlichen Kenntnisse im Strahlenschutz für Personen mit einer erfolgreich abgeschlossenen sonstigen medizinischen Ausbildung3.2.4
Anerkennung von Kursen und Fortbildungsmaßnahmen3.2.5
Aktualisierung der erforderlichen Kenntnisse im Strahlenschutz3.2.6
Andere Fortbildungsmaßnahmen3.2.7
Anerkennung von außerhalb Deutschlands absolvierten Kursen3.2.8
Geltungsbereich der erforderlichen Kenntnisse im Strahlenschutz3.2.9
Übergangsregelungen3.2.10
  
Organisatorische Strahlenschutzanforderungen 4
Physikalische Strahlenschutzkontrolle und Grenzwerte der Strahlenexposition 4.1
Aufzeichnungen 4.2
Strahlenschutzanweisung 4.3
Unterweisung vor Beginn und während der Tätigkeit 4.4
Berufliche Tätigkeit4.4.1
Sonstige Personen im Kontrollbereich4.4.2
Schwangere und Stillende4.4.3
Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen 4.5
Arbeitsmedizinische Vorsorge 4.6
  
Anwendungsbezogene Strahlenschutzanforderungen 5
Indikationsstellung - rechtfertigende Indikation 5.1
Strahlenanwendungen und technische Mitwirkung 5.2
Strahlenanwendungen 5.2.1
Berechtigte Personen5.2.1.1
Untersuchungen mit offenen radioaktiven Stoffen5.2.1.2
Behandlungen mit offenen radioaktiven Stoffen5.2.1.3
Strahlenanwendungen zur Schwächungskorrekturmessung und/oder zur Bestimmung der Morphologie5.2.1.4
Strahlenbehandlungen (Teletherapie, Brachytherapie)5.2.1.5
Technische Mitwirkung5.2.2
Sonst tätige Personen 5.3
Helfende Personen 5.4
Aufzeichnungspflichten 5.5
  
Untersuchungen und Behandlungen mit offenen radioaktiven Stoffen 6
Qualitätssicherung bei Untersuchungen mit offenen radioaktiven Stoffen 6.1
Vorbemerkungen6.1.1
Indikationsstellung, rechtfertigende Indikation und Durchführung nuklearmedizinischer Untersuchungen6.1.2
Interpretation, Dokumentation und Aufzeichnung von nuklearmedizinischen Untersuchungen6.1.3
Qualitätssicherung der Untersuchungsgeräte und der Messgeräte6.1.4
Gammakameras6.1.4.1
Positronen-Emissions-Tomographen (PET) und Hybridsysteme6.1.4.2
Sonden-Messplätze6.1.4.3
Aktivimeter6.1.4.4
Qualitätssicherung bei Transmissionsmessungen 6.2
Qualitätssicherung bei Behandlungen mit offenen radioaktiven Stoffen 6.3
Behandlungsplanung und Durchführung6.3.1
Behandlungskontrolle6.3.2
Qualitätssicherung durch Überprüfung des Behandlungserfolges6.3.3
Qualitätssicherung bei der Anwendung radioaktiver Arzneimittel 6.4
Technische Mitwirkung 6.5
Sicherheitsanforderungen bei Anwendungen offener radioaktiver Stoffe 6.6
Organisatorische Maßnahmen zum Strahlenschutz bei Anwendungen offener radioaktiver Stoffe 6.7
Allgemeine Maßnahmen6.7.1
Untersuchungen und Behandlungen mit stationärer Aufnahme der Patienten6.7.2
Behandlungen ohne stationäre Aufnahme der Patienten6.7.3
Überwachung und Schutzmaßnahmen bei Anwendungen offener radioaktiver Stoffe 6.8
Qualitätssicherung bei der Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen 6.9
  
Strahlenbehandlungen (Teletherapie und Brachytherapie) 7
Ziel der Strahlenbehandlung 7.1
Rechtfertigende Indikation - weitere Anforderungen 7.2
Qualitätssicherung 7.3
Abnahmeprüfung und Konstanzprüfung7.3.1
Bestrahlungsplanung7.3.2
Medizinische Aspekte7.3.2.1
Physikalische Aspekte7.3.2.2
Lokalisation7.3.2.3
Systeme zur Therapieplanung, Verifikation und Patientendatenverwaltung7.3.2.4
Qualitätssicherung durch Überprüfung des Behandlungserfolges7.3.3
Räumliche Voraussetzungen 7.4
Teletherapie 7.5
Organisatorische Aspekte7.5.1
Anlagen zur Erzeugung ionisierender Strahlen7.5.2
Gamma-Bestrahlungsvorrichtungen7.5.3
Patientenpositionierung7.5.4
Technische Anforderungen7.5.5
Wartung, Reparatur und Überprüfung7.5.6
Brachytherapie 7.6
Afterloadingvorrichtungen7.6.1
Medizinische Aspekte7.6.1.1
Physikalische Aspekte7.6.1.2
Organisatorische Aspekte7.6.1.3
Strahlenquellen zur zeitweiligen oder dauerhaften Anwendung bei Patienten7.6.2
Medizinische Aspekte7.6.2.1
Physikalische Aspekte7.6.2.2
Organisatorische Aspekte7.6.2.3
Endovaskuläre Strahlentherapie7.6.3
  
Freigabe, Rückgabe, Abgabe, An- und Ablieferung radioaktiver Stoffe 8
Freigabe 8.1
Rückgabe 8.2
Abgabe und Anlieferung 8.3
Ablieferung 8.4
  
Entlassung von Patienten nach Anwendung offener radioaktiver Stoffe oder mit im Körper verbleibenden umschlossenen radioaktiven Stoffen (Strahlenquellen) 9
Offene radioaktive Stoffe 9.1
Umschlossene radioaktive Stoffe 9.2
  
Entnahme von Implantierten Strahlenquellen; Sektion, Transport und Bestattung von Leichen, die radioaktive Stoffe enthalten 10
Entnahme von implantierten Strahlenquellen; Sektion von Leichen 10.1
Transport und Bestattung von Leichen 10.2
Herzschrittmacher mit Radionuklidbatterien 10.3
  
Anlagenverzeichnis  
  
Ausbildung der Fachkräfte und erforderliche Nachweise Anlage A
Erforderliche Fachkunde im Strahlenschutz für Ärzte A 1
Erforderliche Fachkunde im Strahlenschutz für Medizinphysik-Experten A 2 1
Aufgaben des Medizinphysik-Experten (MPE) A 2 2
Qualifikationsniveau für Medizinphysik-Experten A 2 3
Kurse zum Erwerb und zur Aktualisierung der erforderlichen Fachkunde und der erforderlichen Kenntnisse im Strahlenschutz A 3
Nachweise über den Erwerb der praktischen Erfahrung (Sachkunde) im Strahlenschutz für Ärzte A 4
Nachweise über den Erwerb der praktischen Erfahrung (Sachkunde) im Strahlenschutz für Medizinphysik-Experten und weitere Strahlenschutzbeauftragte A 5
Muster für eine Bescheinigung über die erforderliche Fachkunde oder über die erforderlichen Kenntnisse im Strahlenschutz in der Medizin A 6
Muster für eine Bescheinigung über die Teilnahme an einem Kurs im Strahlenschutz in der Medizin A 7 1
Muster für eine Bescheinigung über die Teilnahme an einem Kurs zum Erwerb von erforderlichen Kenntnissen im Strahlenschutz A 7 2
Inhalt der Unterweisung vor Beginn und während der Tätigkeit in Strahlenschutzbereichen A 8
  
Ausstattung und Qualitätssicherung der Einrichtungen  
  
Ausstattung für den Betrieb von Anlagen zur Erzeugung ionisierender Strahlen, Gamma-Bestrahlungsvorrichtungen und Anlagen zur Erzeugung anderer in der Medizin angewandter Strahlen (z. B. Schwerionen oder Protonen) A 9
Ausstattung für den Betrieb von Afterloadingvorrichtungen A 10
Mindestumfang der betriebsinternen technischen Überwachung zur Qualitätssicherung von Anlagen zur Erzeugung ionisierender Strahlen, Gamma-Bestrahlungsvorrichtungen, Brachytherapievorrichtungen, umschlossener radioaktiver Stoffe und Anlagen zur Erzeugung anderer in der Medizin angewandter Strahlen (z. B. Schwerionen oder Protonen) A 11
Strahlenschutzmessgeräte - Auswahlkriterien A 12
Beispiele für wesentliche Änderungen bei Anlagen zur Erzeugung ionisierender Strahlen, die eine erneute Sachverständigenprüfung nach § 66 StrlSchV erfordern A 13
  
Information, Begleitpapiere und Formblätter  
  
Muster für die Patienten-Information nach Untersuchungen mit offenen radioaktiven Stoffen A 14
Muster für die Patienten-Information nach Behandlungen mit offenen radioaktiven Stoffen A 15
Muster für ein Patienten-Merkblatt nach Behandlungen mit offenen radioaktiven Stoffen A 16
Empfehlungen für Patienten bei vorzeitiger Entlassung nach Behandlungen mit radioaktivem Jod und zur Reduktion der Strahlenexposition helfender Personen A 17
Muster für ein Begleitpapier nach Applikation umschlossener radioaktiver Stoffe (Strahlenquellen) A 18
Muster für die Patienten-Information nach Behandlungen mit ionisierender Strahlung A 19
Mustervereinbarung zur Durchführung der Sentinel-Lymphknoten-(SLN)-Diagnostik A 20
Hinweise zur Ausarbeitung einer Strahlenschutzanweisung A 21
Musterformblatt zur Anmeldung bei der ärztlichen Stelle A 22
Beispielberechnung für die empfohlene Anzahl an Personal A 23
  
Verzeichnis Regelwerke und weitere Informationen Anlage B
Europäische Regelungen und Empfehlungen B 1
Gesetze B 2
Verordnungen B 3
Nationale Richtlinien und weitere Regelwerke B 4
SSK-Empfehlungen B 5
Technische Normen B 6
Internationale Empfehlungen und Richtlinien B 7
Weitere Literatur B 8
Internetadressen B 9
Erläuterungen zu Begriffen und Abkürzungen B 10
(1) Red. Anm.:

Nach dem RdSchr. vom 11. Juli 2014 (GMBl S. 1020) gelten die Änderungen ab dem 17. September 2014. Für die Einrichtung des neuen Strahlenschutzkurses nach Anlage A 3 5.2 gilt eine Übergangsfrist bis zum 1. Januar 2015.

 
Zitierungen
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