13.07.2012 Erhebungsformen der Kirchensteuer
Kirchensteuerabzug bei abgeltend besteuerten Kapitalerträgen - Meyering und Serocka erläutern neues automatisiertes Verfahren
Kurznachricht zu "Abgeltungsteuer nach der BeutrRLmsG: Automatisiertes Verfahren für den Kirchensteuerabzug" von Prof. Dr. Stephan Meyering und Dipl.-Kffr. Johanna Serocka, original erschienen in: DStR 2012 Heft 28, 1378 - 1 ...

Kurznachricht zu "Abgeltungsteuer nach der BeutrRLmsG: Automatisiertes Verfahren für den Kirchensteuerabzug" von Prof. Dr. Stephan Meyering und Dipl.-Kffr. Johanna Serocka, original erschienen in: DStR 2012 Heft 28, 1378 - 1380.

Das BeitrRLUmsG sehe für nach dem 31.12.2013 zufließende abgeltend besteuerte Kapitalerträge einen automatisierten Kirchensteuerabzug vor. Die Autoren erläutern das neue Verfahren, insbesondere Funktionsweise, Geltungsbereich sowie die Möglichkeit eines Sperrvermerks. Banken müssten nicht mehr jeden Kunden nach seiner Religionszugehörigkeit befragen und den Antrag zum Kirchensteuerabzug einholen. Vielmehr genüge eine jährliche stichtagsbezogene Regelabfrage beim BZSt, das die in Verbindung mit der Steuer-Identifikationsnummer gespeicherten personenbezogenen Daten um steuererhebende Religionsgemeinschaft und Kirchensteuersatz erweitere. Bei Versicherungsleistungen sei eine Anlassabfrage vorgesehen. Die Verfasser geben Hinweise zu unterjährigen Änderungen. Von der Neuregelung betroffen seien konfessionszugehörige unbeschränkt einkommensteuerpflichtige Anleger, keine Personenzusammenschlüsse (z.B. GbR), wohl aber Ehegatten, bei denen eine hälftige Aufteilung der Kapitalerträge unterstellt werde. Bei abweichender Aufteilung oder Kirchensteuerpflicht nur eines Ehegatten empfehlen die Autoren die Beantragung eines Sperrvermerks beim BZSt. Kirchensteuerpflichtige seien dann zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Regel- und Anlassabfrage hätten die Banken ihren Kunden rechtzeitig anzukündigen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von RiSG Andreas Dauck.