14.03.2013 Unsachliche Einflussnahme & gefühlsbezogene Werbung
Betrügerischen Vermarktungspraktiken Einhalt gebieten - Europäische Kommission will härter gegen unlautere Geschäftspraktiken vorgehen
Am 14.03.2013 hat die Europäische Kommission eine Reihe von Maßnahmen vorgestellt, um EU-weit gegen aggressive Geschäftspraktiken wie falsche Gratisangebote, die so genannte "bait-and-switch"-Technik und die direkte Kaufaufforderung an Kinder vorzugehen.

Fünf Jahre nach Inkrafttreten der Richtlinie über unlautere Geschäftspraktiken hat die EU-Kommission ihre Durchführung überprüft und angekündigt, dass sie sich für eine stärkere Durchsetzung der Regeln einsetzen wird, um das Vertrauen der Bürger bei Einkäufen im europäischen Binnenmarkt zu stärken. Dabei will sich die EU-Kommission um eine bessere Zusammenarbeit zwischen den nationalen Durchsetzungsstellen bemühen und etwa das Europäische Verbraucherschutznetz effizienter gestalten. Die Mitgliedstaaten sollen durch Orientierungshilfen und den Austausch bewährter Verfahren unterstützt werden und regelmäßig thematische Workshops zwischen den nationalen Durchsetzungsstellen veranstaltet werden.

Die Reise- und Beförderungsbranche, der Digitalsektor, Finanzdienstleistungen und der Immobilienmarkt wurden als die Bereiche ermittelt, wo Verbraucher weiterhin eine ungünstige Behandlung erfahren und in denen Handlungsbedarf besteht. Auch die Öko-Angaben von Einzelhändlern, die häufig sehr allgemein formuliert sind und nicht immer verantwortungsbewusst verwendet werden, sind einer genaueren Prüfung zu unterziehen.

Quelle: Europäische Kommission; Pressemitteilung IP/13/227 vom 14.03.2013