Umweltschutz
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29.05.2013 Jahresabschluss & Lagebericht
Große Unternehmen sollen bald im Lagebericht über Umwelt- und Sozialbelange berichten - von Lanfermann
 
Kurznachricht zu "EU-Richtlinienvorschlag zur Offenlegung von nicht-finanziellen Informationen: Ist eine Pflicht notwendig?" von Dipl.-/Kfm./WP/StB Georg Lanfermann, original erschienen in: BB 2013 Heft 22, 1323 - 1325. ...

Kurznachricht zu "EU-Richtlinienvorschlag zur Offenlegung von nicht-finanziellen Informationen: Ist eine Pflicht notwendig?" von Dipl.-/Kfm./WP/StB Georg Lanfermann, original erschienen in: BB 2013 Heft 22, 1323 - 1325.

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Die Kommission möchte große Unternehmen zur Veröffentlichung von Informationen zu Umwelt- und Sozialabgaben im Lagebericht zwingen. Sie hat am 16.04.2013 (KOM 2013, 2007) einen entsprechenden Vorschlag für den Erlass einer Änderungsrichtlinie zu den Richtlinien zum Einzel- und Konzernabschluss vorgelegt. Durch diese Transparenz sollen der Umweltschutz und die Unternehmenstätigkeit in Sozialbelangen verbessert werden. Bisher sind diese Informationen gem. §§ 289 Abs. 3 und 315 Abs. 1 HGB nur anzugeben, wenn sie für das Verständnis des Geschäftsverlaufs oder der Lage bedeutend sind.

Angewendet werden sollen die neuen Vorgaben auf große Kapitalgesellschaften. In der Regel zählen dazu Unternehmen mit mindestens 500 Arbeitnehmern und einer Bilanzsumme über 20 Millionen Euro oder Nettoumsatzerlösen über 40 Millionen Euro. Konsolidierte Unternehmen sollen von der zusätzlichen Berichtspflicht ausgenommen werden.

Der Autor erwähnt, dass diese Pflichten gegen die Politikrichtung der deutschen Regierung stehen, die es den Unternehmen freistellen möchte, ob sie Informationen zu Umwelt- und Sozialbelangen in ihren Lagebericht aufnehmen. Viele Unternehmen sind nicht groß genug, um von einer solchen Richtlinienänderung betroffen zu sein. Für die großen Unternehmen sind auch keine detaillierten Berichtspflichten vorgesehen. Allerdings zweifelt der Autor aus diesem Grund auch an dem Erkenntniswert der Informationen und an deren Vergleichbarkeit zwischen Unternehmen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von RAin Beatrix Muhtz.