25.09.2013 Unternehmenskauf & Unternehmensübernahme
Unternehmenskauf - Kränzlin u.a. untersuchen Fragen der Gewährleistungsversicherung
Kurznachricht zu "Die Gewährleistungsversicherung bei Unternehmenskäufen - neue Entwicklungen und Gestaltungshinweise" von RA Dr. Georg-Peter Kränzlin und RAin Dr. Sabine Otte und RA Dr. Burkhard Fassbach, original erschiene ...

Kurznachricht zu "Die Gewährleistungsversicherung bei Unternehmenskäufen - neue Entwicklungen und Gestaltungshinweise" von RA Dr. Georg-Peter Kränzlin und RAin Dr. Sabine Otte und RA Dr. Burkhard Fassbach, original erschienen in: BB 2013 Heft 39, 2314 - 2318.

Die Autoren weisen einleitend darauf hin, dass die Versicherung der im Rahmen von Unternehmenskaufverträgen übernommenen Gewährleistungen im angelsächsischen Rechtsraum weit verbreitet ist. Dort ist die Bezeichnung "Warranty & Indemnity Insurance" (W&I) gebräuchlich. Kränzlin, Otte und Fassbach erläutern im Einzelnen das Produkt und legen dar, dass davon auszugehen ist, dass die W&I-Versicherung zunehmend Eingang in die M&A-Praxis finden wird. Sie zeigen ferner auf, dass die W&I-Versicherung das Risiko einer Garantiehaftung oder Freistellungsverpflichtung aus einem Unternehmenskaufvertrag auf den Versicherungsmarkt verlagert.

Die Autoren gehen im nächsten Abschnitt auf Verkäufer- und Käufer-Policen ein und fassen die Unterschiede zusammen. Dabei zeigen sie auf, dass die "Sell Side Policy" inhaltlich und rechtlich vergleichbar ist mit einer Haftpflichtversicherung, die dem Verkäufer Deckungsschutz bei der Inanspruchnahme aus einer Garantie bietet.

Die "Buy Side Policy" tritt ein, wenn der Käufer den Verstoß gegen die Garantie oder Freistellung sowie den daraus resultierenden Schaden nachweist. Der Käufer kann sich dabei direkt an den Versicherer wenden, ohne vorher den Verkäufer verklagen zu müssen. Schließlich stellen Kränzlin, Otte und Fassbach im Einzelnen die Änderungen auf dem W&I-Markt dar. Die wesentlichen Änderungen betreffen Umfang und Dauer des Versicherungsschutzes sowie Haftungsausschlüsse.

Dieser Beitrag wurde erstellt von RA Dr. Henning Seel.