05.11.2014 Erhebungsformen der Kirchensteuer
Dönmez und Fischer mit einem Leitfaden zur KiStAM-Abfrage
Kurznachricht zu "Leitfaden zur KiStAM-Abfrage" von RAin/STB/FAStR Hülya Dönmez und Christian A. Fischer, MBA, original erschienen in: NWB 2014 Heft 45, 3423 - 3440. Dönmez und Fischer greifen die vom B ...

Kurznachricht zu "Leitfaden zur KiStAM-Abfrage" von RAin/STB/FAStR Hülya Dönmez und Christian A. Fischer, MBA, original erschienen in: NWB 2014 Heft 45, 3423 - 3440.

Dönmez und Fischer greifen die vom BZSt bis Ende November verlängerte Frist zur KiStAM-Abfrage auf und entwerfen einen Leitfaden. Dieser Leitfaden wird Schritt für Schritt durch Screenschots verdeutlicht. Grundsätzlich kann das ausschüttende Unternehmen die Abfrage selbst vornehmen oder einen Dritten, zB. den Steuerberater, beauftragen. Für die Abfrage sind eine BZSOnline-Portal-Zertifikat sowie eine fachliche Zulassung erforderliche, so die Verfasser. Sie erklären, dass hierfür ein Antrag auf Teilnahme am Kirchensteuerabzugsverfahren gestellt werden muss; dem Abzugsverpflichteten wird vom BZSt per Brief die Verfahrenskennung mittgeteilt. Weiter muss die Abfrage für alle Gesellschafter erfolgen, die am 31.08. der Gesellschaft bekannt sind und kirchensteuerpflichtig sein können. Es gibt zwei unterschiedliche Abfrageformen: Zum einen die Regelabfrage, die jährlich zwischen 01.09. bis 31.10. vorgenommen werden soll. Zum anderen die Anlassabfrage, die auf Wunsch des Gesellschafters oder bei Neubegründung durchgeführt wird. Dönmez und Fischer halten fest, dass eine Ausnahme von der Abfragepflicht nur in den Fällen besteht, in denen für das Folgejahr mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann, dass dem Anteilseigner Kapitalerträge zufließen. Sie konstatieren weiter, dass die Abfrage entbehrlich ist, wenn zum Zeitpunkt der jährlichen Regelabfrage feststeht, dass im Folgejahr keine Ausschüttung vorgenommen wird. Eine Abfrage ist auch entbehrlich, wenn es sich um eine Komplementär-GmbH & Co. KG handelt, die keine Gewinne ausschütten wird.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Ass. jur. Christine Bonke-Heseler.