08.04.2015 Besonderheiten bei Land- & Forstwirten
Herbort und Menke schreiben über die moderne Fütterung von Schweinen und die dabei vorzunehmende Abgrenzung von Lieferung und Dienstleistung
Kurznachricht zu "Die Futtermittelzentrale in der Umsatzsteuer" von Joachim Herbort und Dr. Sebastian Menke, original erschienen in: NWB 2015 Heft 15, 1076 - 1084. Die Autoren erklären, wann eine mit 7 ...

Kurznachricht zu "Die Futtermittelzentrale in der Umsatzsteuer" von Joachim Herbort und Dr. Sebastian Menke, original erschienen in: NWB 2015 Heft 15, 1076 - 1084.

Die Autoren erklären, wann eine mit 7 % zu besteuernde Futterlieferung und wann eine mit 19 % zu besteuernde Dienstleistung vorliegt. Dabei beschreiben sie zunächst ausführlich, wie die Futtermittelversorgung in der heutigen Landwirtschaft oft organisiert ist und abläuft. Beispielsweise wird extra eine Gewerbebetrieb gegründet, der von den Landwirten Futtermittelkomponenten ankauft, sie mischt und den Landwirten das fertige Futter wieder zur Verfügung stellt.

Anschließend verdeutlichen die Autoren ihre Ausführungen an einem Beispielsfall. Danach handelt es sich bei der Abgabe von Flüssigfutter durch eine sensorgesteuertes Fütterungssystem um eine einheitliche Leistung. Eine Aufspaltung in die Abgabe des Futters und die zielgerichtete Versorgung der Tiere wäre wirklichkeitsfremd. Die Dienstleistungselemente würden der Leistung den prägenden Charakter verleihen, ein Indiz sei auch die Fütterung der Tiere durch ein kommunizierendes Regelsystem, das abhängig ist von der Wetterlage, dem Gesundheitszustand und krankheitsbedingten Einflüssen. Eine Lieferung sei dagegen die Lieferung fertigen Trockenfutters in ein Vorratssilo.

Dieser Beitrag wurde erstellt von RAin Beatrix Muhtz.