27.10.2017 Formelle Anforderungen an den Verwaltungsakt
Bedenken von Morgenroth an Klassifizierung von Modulnoten als Verwaltungsakt
Kurznachricht zu "Aktuelles zur Verwaltungsaktsqualität von bestandenen Prüfungsentscheidungen" von Dr. Carsten Morgenroth, original erschienen in: NVwZ 2017 Heft 19, 1430 - 1431. Die Ausführungen von M ...

Kurznachricht zu "Aktuelles zur Verwaltungsaktsqualität von bestandenen Prüfungsentscheidungen" von Dr. Carsten Morgenroth, original erschienen in: NVwZ 2017 Heft 19, 1430 - 1431.

Die Ausführungen von Morgenroth knüpfen daran an, dass die Mitteilung bestandener Modulnoten vom VG Gera (Urt. v. 10.04.2013, Az.: 2 K 1766/11 Ge; Verhandlung im Verfahren 2 K 808/11 Ge am 09.11.2011) und vom VG Lüneburg (Urt. v. 24.11.2016, Az.: 6 A 182/15) als Verwaltungsakt eingestuft wurde. Dies sei darauf gestützt worden, dass der Studierende durch das bestandene Modul die im Modul eingelegten Leistungspunkte (ECTS) erreiche, und ein bestandenes Modul zur Teilnahme an einer inhaltlich aufbauenden Lehrveranstaltung bzw. Prüfung oder Abschlussarbeit berechtige.

Der Verfasser unterzieht die von den Gerichten herangezogenen Argumente einer kritischen Analyse: Er erachtet (1.) die Argumentation mit der Vergabe von ECTS-Leistungspunkten sowie der Berechtigung zur Folgeprüfung für nicht richtig, nennt (2.) andere Argumente des Allgemeinen Verwaltungsrechts, die eine Qualität als Verwaltungsakt indizieren könnten, und führt (3.) Argumente an, die gegen eine Klassifizierung als Verwaltungsakt sprechen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Andrea Rosenfeldt.