18.06.2018 Kosten der Verwaltungsvollstreckung
Weill zur Frage, ob die DFL "Veranstalterin" von Profifußballspielen ist und deswegen Kosten für Polizeieinsätze tragen muss
Kurznachricht zu "Die DFL als "Veranstalterin" und Schuldnerin von Verwaltungsgebühren im deutschen Profifußball" von Tim Weill, original erschienen in: NVwZ 2018 Heft 12, 846 - 852. Der Autor beschäfti ...

Kurznachricht zu "Die DFL als "Veranstalterin" und Schuldnerin von Verwaltungsgebühren im deutschen Profifußball" von Tim Weill, original erschienen in: NVwZ 2018 Heft 12, 846 - 852.

Der Autor beschäftigt sich mit der Frage, ob die Deutsche Fußball Liga GmbH (DFL) "Veranstalterin" von Spielen des deutschen Profifußballs ist und deshalb Schuldnerin von für die Mehrkosten von Risikospielen in Rechnung gestellten Verwaltungsgebühren ist. Das VG Bremen war im Urteil vom 17.05.2017, Az.: 2 K 1191/16, der Meinung, dass die DFL gemeinsam mit den jeweiligen Heimvereinen Mitveranstalterin sei.

Der Autor meint, dass der rechtspolitische Wille, die DFL als Veranstalterin und Gebührenschuldnerin in Anspruch zu nehmen durch rechtliche Argumente untermauert werden könne. Denn als gebührenrechtlicher Veranstalter sei anzusehen, wer die organisatorische Verantwortung für die Veranstaltung trage und das wirtschaftliche Risiko übernehme oder auf vergleichbare Art und Weise einen finanziellen Vorteil aus dieser erlange. Neben den Heimvereinen sei dies auch die DFL, weil sie durch ein enges Geflecht an sportorganisatorischen Beiträgen Nutznießer der polizeilichen Amtshandlung werde. Der Verband habe einen erheblichen Einfluss auf die Spiele, indem er den Wettbewerb Bundesliga ins Leben gerufen habe, organisiert und ihm ein hohes Ansehen bei den Zuschauern verschafft habe. Durch die anteilige Einbehaltung der Erlöse aus der Rechtevermarktung der Liga habe die DFL ein eigenes Interesse an den - steigenden - Einnahmen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von RAin Beatrix Muhtz.