14.07.2018 Allgemeine Grundsätze des Verwaltungshandelns
Kehrer und Rölle stellen die Bedeutung der "Public Service Motivation" für den öffentlichen Dienst vor
Kurznachricht zu "Die Theorie der "Public Service Motivation" - Attraktivitätspotenziale für den öffentlichen Dienst in Deutschland" von Tamiko Kehrer, M.A. und PD Dr. Daniel Rölle, original erschienen in: DÖV 2018 Heft 13, ...

Kurznachricht zu "Die Theorie der "Public Service Motivation" - Attraktivitätspotenziale für den öffentlichen Dienst in Deutschland" von Tamiko Kehrer, M.A. und PD Dr. Daniel Rölle, original erschienen in: DÖV 2018 Heft 13, 504 - 513.

Das Konzept der "Public Service Motivation" (PSM), mit dem die Motivation von öffentlichen Bediensteten gesteigert werden soll, reicht bis in die Antike zurück. Das PSM-Konzept wurde in den 1990er Jahren in den USA entwickelt und will die administrative Struktur fördern. Im Rahmen der Motivationsforschung wird untersucht, wie Menschen unter bestimmten Voraussetzungen zu einem bestimmten Verhalten angeregt werden können. PSM kennt vier Dimensionen, die von der politischen Motivation über die Gemeinwohlorientierung bis zum Mitgefühl und dem Altruismus reichen. Das PSM arbeitet heraus, dass Personen mit bestimmten Wertvorstellungen eher zum öffentlichen Dienst als in den Privatsektor gehen. Hohe PSM-Werte führen dazu, dass derartige Menschen bevorzugt in den öffentlichen Dienst gehen.

Nach Meinung der Verfasser bedarf das PSM-Konzept aber noch weiterer Forschungen. Insbesondere auch in Deutschland fehle es noch an ausreichenden Erkenntnissen zum PSM-Konzept. In jedem Fall sei das PSM-Konzept in jedem Land unterschiedlich und individuell. Es müssten vor allem die unterschiedlichen Verwaltungskulturen der Länder berücksichtigt werden. Des Weiteren werden von den Autoren Maßnahmen vorgestellt, mit denen die Attraktivität des öffentlichen Dienstes gesteigert werden kann. So können zum Beispiel die Mitarbeiter in individuellen Gesprächen gefördert werden, ihre Arbeitsziele zu erreichen. Auch die Wertschätzung des Mitarbeiters durch den Arbeitgeber ist sehr bedeutsam. Der öffentliche Dienst kann auch schon Jugendliche ansprechen und sie im Rahmen von Projekten beteiligen, die das Gemeinwohl fördern. Die Personalabteilungen sollen verstärkt Personen einstellen, die den Zielen der öffentlichen Verwaltung am besten entsprechen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von RA Martin Funk.