10.12.2018 Private Limited Company (Ltd.)
Stiegler stellt die Besonderheiten der neuen britischen Private Fund Limited Partnership vor
Kurznachricht zu "Reform des britischen Personengesellschaftsrechts: die Einführung der Private Fund Limited Partnership" von Dr. Sascha Stiegler, LL.M., original erschienen in: RIW 2018 Heft 12, 803 - 811.

Kurznachricht zu "Reform des britischen Personengesellschaftsrechts: die Einführung der Private Fund Limited Partnership" von Dr. Sascha Stiegler, LL.M., original erschienen in: RIW 2018 Heft 12, 803 - 811.

Der Beitrag widmet sich einleitend den Grundlagen der britischen Limited Partnership (LP). Bei dieser Gesellschaftsform gibt es mindestens einen unbeschränkt haftenden Gesellschafter ("General Partner") sowie mindestens einen beschränkt haftenden Gesellschafter ("Limited Partner"). Die LP wird in das Register eingetragen. Sie ist aber grundsätzlich nicht rechtsfähig. Zur weiteren Stärkung der LP soll das LP-Recht weiter geändert werden. Weiterhin wird darauf hingewiesen, dass zur Erhöhung der Attraktivität für Equity-Gesellschaften die Private Fund Limited Partnership (PFLP) geschaffen wurde. Sie ist eine Sonderform der LP, die auch in das Register eingetragen werden muss. Bei ihr gibt es einige Erleichterungen gegenüber der "normalen" LP. So muss zum Beispiel die Laufzeit nicht mitgeteilt werden. In Großbritannien erfolgt die Einsichtnahme über das Companies House und die öffentliche Bekanntmachung über die Gazette. Im Hinblick auf die PFLP sind keine Änderungen mehr hinsichtlich der Limited Partner zu veröffentlichen.

Für die PFLP gilt grundsätzlich das LP-Recht weiter, soweit es keine Sonderbestimmungen gibt. Wichtig ist vor allem, dass die beschränkt haftenden Gesellschafter der PFLP nicht verpflichtet sind, eine zwingende Kapitaleinlage als Haftungseinlage zu erbringen. Es kann auch eine dritte Person zum Liquidator bestellt werden. Hilfreich ist es auch, dass Limited Partners, die auch der Treuepflicht unterliegen, bestimmte Managementhandlungen vornehmen dürfen, ohne unbeschränkt haften zu müssen. Zu diesen Handlungen gehören zum Beispiel die Entscheidungsbeteiligung im Hinblick auf die Änderung des Gesellschaftsvertrags oder im Hinblick auf die Beendigung der PFLP. Auch die gesetzlichen Pflichten der Limited Partners sind teilweise beschränkt. So sind sie beispielsweise von der vollständigen Informationsweitergabe befreit.

Dieser Beitrag wurde erstellt von RA Martin Funk.