24.01.2019 Frist zur Ausführung der Bauleistung
Otto und Senkel erklären das "normale" Wetter aus baubetrieblicher Sicht
Kurznachricht zu "Entwicklung des "normalen" Wetters aus baubetrieblicher Sicht" von Prof. Dr. Jens Otto und Carolin Senkel, original erschienen in: BauR 2019 Heft 1, 24 - 33. Die Autoren beschäftigen s ...

Kurznachricht zu "Entwicklung des "normalen" Wetters aus baubetrieblicher Sicht" von Prof. Dr. Jens Otto und Carolin Senkel, original erschienen in: BauR 2019 Heft 1, 24 - 33.

Die Autoren beschäftigen sich mit der Entwicklung des "normalen" Wetters aus baubetrieblicher Sicht. Denn oft sind bestimmte Witterungsbedingungen eine Voraussetzung für die Herbeiführung des vertraglich geschuldeten Werkerfolgs. Besonders vor dem Hintergrund der Zunahme von Wettersituationen wie Hitze, Starkregen, Sturm und Frost ist die Frage, wie eine gerechte Risikoteilung zwischen Unternehmern und Bestellern aussehen kann. Fraglich ist beispielsweise, ob das 10-, 20- oder 30-jährige Mittel vereinbart werden soll. Sie erklären dass es nur bei den Hitzetagen signifikante Unterschiede gebe. Deswegen empfehlen sie die Verwendung eines 10-jährigen Referenzzeitraums.

Die Regelungen in der VOB/B sind nach Ansicht der Autoren unzureichend formuliert. Sie empfehlen deswegen dringend, normale und nicht normale Witterungsereignisse im Bauvertrag exakt zu definieren. Und zwar nach auszuführenden Gewerken wie Erdbau und Beschichtungsarbeiten, der Ausführungszeit und den Ausführungsbedingungen. Die zu erwartende "normale" Wettersituation sollte durch das 70 %-Quantil eines 10-jährigen Betrachtungszeitraums beschrieben werden. Die Witterungsbedingungen und konkrete Behinderungen einzelner Leistungen sollten in Bild und Wort genau dokumentiert werden und dem Auftraggeber schriftlich gemeldet werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von RAin Beatrix Muhtz.