21.01.2019 Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR)
Fleischer zum Einfluss des römischen Rechts auf das Personengesellschaftsrecht
Kurznachricht zu "Auf den Spuren des römischen Erbes im modernen Personengesellschaftsrecht: Ein historisch-vergleichender Streifzug" von Prof. Dr. Dr. h.c. Holger Fleischer, LL.M., original erschienen in: JZ 2019 Heft 2, 53 ...

Kurznachricht zu "Auf den Spuren des römischen Erbes im modernen Personengesellschaftsrecht: Ein historisch-vergleichender Streifzug" von Prof. Dr. Dr. h.c. Holger Fleischer, LL.M., original erschienen in: JZ 2019 Heft 2, 53 - 63.

Fleischer zeigt anhand mehrerer Beispiele, wie sich Rechtsbegriffe des römischen Rechts entwickelt haben und welchen Niederschlag sie insbesondere im heutigen deutschen Personengesellschaftsrecht finden. Ausgangspunkt ist hierbei jeweils das römische Recht, wobei er darauf verweist, dass die römische societas als reine Innengesellschaft ausgestaltet war. Im Anschluss an die Darstellung der Behandlung im römischen Recht zeigt der Verfasser jeweils die Entwicklung in anderen Ländern, insbesondere aber die in Deutschland. Die von ihm näher betrachteten Beispielsfälle sind die societas leonina, diligentia quam in suis, actio pro socio, der Arbeitsgesellschafter (der kein Kapital einbringt) sowie die pro rata- bzw. die in-solidum-Haftung. Während in den ersten drei Beispielsfällen die Rechtsentwicklung sehr uneinheitlich sei, habe sich im heutigen deutschen Recht eine Gewinnverteilung nach Köpfen nicht durchgesetzt; es dominiere eine kapitalbezogene Sichtweise. Ebenso habe sich die gesamtschuldnerische Haftung der Gesellschafter durchgesetzt.

Dieser Beitrag wurde erstellt von Peter Fastenrath.