15.03.2019 Sonstige Hilfen zur Kinderpflege, Erziehung & Betreuung
Hilfen zur Erziehung - Janssen u.a. untersuchen den Kooperationsverbund
Kurznachricht zu "Kooperationsverbund zur Weiterentwicklung der Hilfen zur Erziehung" von Karl Janssen und Michael Löher und Prof. Dr. Thomas Rauschenbach und Dr. Kirsten Witte, original erschienen in: NDV 2019 Heft 3, 120 - ...

Kurznachricht zu "Kooperationsverbund zur Weiterentwicklung der Hilfen zur Erziehung" von Karl Janssen und Michael Löher und Prof. Dr. Thomas Rauschenbach und Dr. Kirsten Witte, original erschienen in: NDV 2019 Heft 3, 120 - 122.

Janssen, Löher, Rauschenbach und Witte legen im ersten Abschnitt dar, dass die Hilfen zur Erziehung ein modernes sozialstaatliches Instrument zur Förderung junger Menschen und ihrer Familien sind. Die steigende Inanspruchnahme unterschiedlicher Leistungsarten der Hilfen zur Erziehung in einem Umfang von mehr als 1,1 Mio. jungen Menschen jährlich (Stand: 2017) kann vor diesem Hintergrund auch als Ausdruck einer gestiegenen öffentlichen Verantwortungsübernahme für die Erziehung und das Aufwachsen junger Menschen in schwierigen Bedingungen durch die Kinder- und Jugendhilfe gewertet werden. Die Autoren zeigen im Folgenden auf, dass sich bereits 2015 der Deutsche Verein für öffentliche Fürsorge e.V., das Deutsche Jugendinstitut und die Bertelsmann Stiftung darauf verständigt haben, einige Inhalte gemeinsam anzugehen. Im Juni 2016 startete der Kooperationsverbund mit einer Expertenkonferenz zur Steuerung und Weiterentwicklung der Erziehungshilfen. Gemeinsam mit namhaften Experten der Kinder- und Jugendhilfe wurde in diesem Rahmen das Thema Steuerung in den Hilfen zur Erziehung diskutiert.

Die Verfasser gehen im nächsten Abschnitt auf die Qualität in stationären Hilfen zur Erziehung ein. Dabei zeigen sie auf, dass Ende 2016 das Forschungsprojekt des DJI "Gute Heime - Möglichkeiten der Sichtbarmachung der Qualitäten stationärer Hilfen zur Erziehung" starte, um einen Austausch über Qualität und Qualitätsmaßstäbe in den stationären Hilfen zur Erziehung anzustoßen und einrichtungsübergreifend weiterzuentwickeln. Ferner gehen die Autoren auf die Bundesländeranalyse HzE ein und zeigen auf, dass es gem. § 82 SGB VIII den Bundesländern obliegt, die Kommunen dabei zu unterstützten, die Tätigkeit, der Träger der öffentlichen und der freien Jugendhilfe sowie die Weiterentwicklung der Jugendhilfe anzuregen und zu fördern und auf einen gleichmäßigen Ausbau der Einrichtungen und Angebote hinzuwirken. Zugleich sollen die Länder für gleiche Lebensbedingungen und Zugangsmöglichkeiten zu kinder- und jugendpolitischen Angeboten und Hilfen sorgen. Die Autoren befassen sich abschließend mit sozialräumlichen Angeboten der Jugend- und Familienhilfe in Hamburg.

Dieser Beitrag wurde erstellt von RA Dr. Henning Seel.