15.03.2019 Sonstige Hilfen zur Kinderpflege, Erziehung & Betreuung
Erziehungshilfen - Gallep untersucht Fragen der Qualität
Kurznachricht zu "Qualität stationärer Erziehungshilfen - Was bedeutet das?" von Sabine Gallep, original erschienen in: NDV 2019 Heft 3, 134 - 137. Gallep legt einleitend dar, dass die Fachtagung des De ...

Kurznachricht zu "Qualität stationärer Erziehungshilfen - Was bedeutet das?" von Sabine Gallep, original erschienen in: NDV 2019 Heft 3, 134 - 137.

Gallep legt einleitend dar, dass die Fachtagung des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. mit dem Titel "Qualität stationärer Erziehungshilfen - Was bedeutet das?" einen Nerv getroffen hat. Über 90 Teilnehmende aus der gesamten Bundesrepublik, Fach- und Leitungskräfte von öffentlichen und freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe, aus der Landesebene und der Wissenschaft meldeten sich innerhalb kürzester Zeit zu der Fachtagung an. Die Autorin skizziert die Gründe für die Fachtagung und stellt die Inhalt der Veranstaltung dar. Dabei zeigt sie auf, dass Dr. Mike Seckinger zunächst die Ergebnisse der Studie "Gute Heime" vorgestellt hat. Er machte deutlich, dass der Qualitätsdiskurs unvermeidbar ist, da die Öffentlichkeit und auch öffentliche Träger Qualität erwarten und Familien bei einer so massiven Intervention in ihr Familienleben ein Recht auf inhaltliche Rechtfertigung haben.

Gallep stellt im nächsten Abschnitt die kritische Auseinandersetzung mit der Studie dar. Sie zeigt auf, dass Dr. Harald Tornow darauf verwies, dass die Studie überwiegend davon handelt, wie über Qualität geredet wird. Um die Frage zu klären, was als Qualität angesehen wird, muss ein fachlicher, gesellschaftlicher und politischer Dialog geführt werden. Jörg Freese hat ausgeführt, dass Qualität in der sozialen Arbeit nur bedingt messbar ist. Doris Beneke hat schließlich betont, dass die Ergebnisse der Studie ernst genommen werden müssen. Ein Blick die Praxis schließt sich an. Insoweit setzt sich die Autorin mit den Ausführungen von Dr. Martin Hoffmann auseinander, der die Qualitätsagentur Erziehungshilfen in Berlin leitet. Rainer Schwarz hat sodann aus der Perspektive eines Trägers der öffentlichen Jugendhilfe berichtet. Zudem hat Martin Isermeyer deutlich gemacht, dass in Deutschland die Rahmungen für Qualitätsarbeit in den Bundesländern unterschiedlich ausgeprägt sind. In ihrem Fazit konstatiert Gallep, dass die Erkenntnisse der Fachtagung eine gute Basis für weitere Diskussionen bilden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von RA Dr. Henning Seel.