23.04.2019 Städtebauliche Zulässigkeit einzelner Bauvorhaben
Saxinger und Wagner äußern sich zu temporären Wohnvorhaben im Bauplanungsrecht
Kurznachricht zu "Anforderungen an temporäre Wohnvorhaben im Bauplanungsrecht" von Prof. Dr. Andreas Saxinger und Thomas Wagner, original erschienen in: BauR 2019 Heft 5, 741 - 753. Die Autoren erläuter ...

Kurznachricht zu "Anforderungen an temporäre Wohnvorhaben im Bauplanungsrecht" von Prof. Dr. Andreas Saxinger und Thomas Wagner, original erschienen in: BauR 2019 Heft 5, 741 - 753.

Die Autoren erläutern Anforderungen an temporäre Wohnvorhaben im Bauplanungsrecht. Es geht beim "temporären wohnen" oft um mittelfristige Wohnlösungen, bei denen die Einrichtung einer klassischen Mietwohnung sich nicht lohnt, ein Hotel jedoch zu teuer wäre. Es wird in der Praxis u. a. bezeichnet als Apartmenthose oder Long-Stay-Unterkunft. Kennzeichnend für das temporäre Wohnen ist, dass eine All-in-Miete entrichtet wird, mit der sämtliche Neben- und Betriebskosten inbegriffen sind, teilweise auch Internet- und Telefonkosten. Außerdem handelt es sich in aller Regel um kleine Wohnungen. Die Aufenthaltsdauer variiert stark, zwischen wenigen Tagen und weit mehr als sechs Monaten.

Für temporäres Wohnen existieren baurechtlich keine speziellen gesetzlichen Vorschriften. Entsprechende Wohnvorhaben werden von der Rechtsprechung je nach Einzelfall entweder als Wohnen, als Beherbergungsbetrieb oder als Ferienwohnungen eingestuft. Entscheidend ist dabei nicht die Bezeichnung, sondern das konkrete Nutzungskonzept des Betreibers. Die Autoren prüfen die in der BauVNO normierten Baugebiete daraufhin, ob sie sich als Standort für temporäre Wohnkonzepte eignen. Kleinsiedlungsgebiete sind ihrer Meinung nach nicht geeignet, allgemeine Wohngebiete eher, Mischgebiete und urbane Gebiete sind gut geeignet.

Dieser Beitrag wurde erstellt von RAin Beatrix Muhtz.