20.05.2019 Allgemeine Bewertungsgrundsätze
Wagemann stellt gewinnorientierte Verrechnungspreisermittlungsmethoden vor
Kurznachricht zu "Verrechnungspreisermittlung - die gewinnorientierten Methoden" von StB Thorsten Wagemann, original erschienen in: IWB 2019 Heft 9, 356 - 357. Neben den geschäftsvorfallbezogenen Standa ...

Kurznachricht zu "Verrechnungspreisermittlung - die gewinnorientierten Methoden" von StB Thorsten Wagemann, original erschienen in: IWB 2019 Heft 9, 356 - 357.

Neben den geschäftsvorfallbezogenen Standardmethoden zur Verrechnungspreisermittlung wie der Preisvergleichs- und der Wiederverkaufspreismethode sind in einem bestimmten Rahmen auch geschäftsvorfallbezogene, gewinnorientierte Methoden zur Ermittlung von fremdvergleichskonformen Verrechnungspreisen im internationalen Konzern zulässig. Nur nachrangig und eingeschränkt wird von der deutschen Finanzverwaltung die geschäftsvorfallbezogene Nettomargenmethode anerkannt. Dabei werden die Nettomargen, die ein Konzernunternehmen aus internen Transaktionen mit verbundenen Unternehmen erwirtschaftet mit den Margen verglichen, die von dem jeweiligen Unternehmen mit unabhängigen Dritten erzielt werden oder die in Geschäften zwischen unabhängigen Dritten erzielt werden. Voraussetzung ist laut der Finanzverwaltung, dass mindestens ein Unternehmen mit Routinefunktionen beteiligt ist. Bei der Transaktional Profit Split Method wird dagegen der aus einem Geschäftsvorfall resultierende Gesamtgewinn auf die jeweiligen an der Transaktion beteiligten Konzernunternehmen aufgeteilt. Berücksichtigt werden können dabei beispielsweise die von den beteiligten Konzernunternehmen übernommenen Funktionen und Risiken, es kann eine Grundrendite ermittelt oder das von den beteiligten Unternehmen eingesetzte Kapital als entscheidend angesehen werden.

Dieser Beitrag wurde erstellt von RAin Beatrix Muhtz.