20.05.2019 Ausländische Steuern
Cadet und Hellio erläutern den wesentlichen Inhalt des neuen französischen Finanzgesetzes 2019
Kurznachricht zu "Update zum französischen Finanzgesetz 2019" von RAin Anne Cadet und RA Francois Hellio, original erschienen in: IWB 2019 Heft 9, 358 - 359. Das französische Finanzgesetz 2019 schafft a ...

Kurznachricht zu "Update zum französischen Finanzgesetz 2019" von RAin Anne Cadet und RA Francois Hellio, original erschienen in: IWB 2019 Heft 9, 358 - 359.

Das französische Finanzgesetz 2019 schafft ab dem 01.01.2020 die Quellensteuer auf Lohneinkünfte von Nichtansässigen ab. Die Nichtansässigen unterliegen dann einer Quellensteuer, die der neuen Lohnquellensteuer entspricht. Im Hinblick auf die Immobilienvermögensteuer müssen seit dem Jahr 2019 die endfälligen Darlehen für die Darlehensvertragsdauer hinsichtlich der Bemessungsgrundlage getilgt werden. Auch bei erworbenem mittelbaren Immobilienbesitz gibt es jetzt eine Missbrauchsklausel. Weiterhin wurde für den Bereich der Körperschaftsteuer eine Missbrauchsbestimmung geschaffen für Gestaltungen, die darauf abzielen, einen steuerrechtswidrigen Vorteil zu erlangen. Es gibt jetzt auch eine neue Verfahrensvorschrift zur Bekämpfung missbräuchlicher steuerschädlicher Gestaltungen. Der Steuerpflichtige kann auch einen Steuerrechtsmissbrauchsausschuss anrufen. Wenn die Finanzverwaltung höhere Bußgelder verhängt, kann dies zur Eröffnung eines strafrechtlichen Verfahrens führen. Frankreich hat auch eine neue Quellensteuer eingeführt, um die Dividenden-Arbitrage zu vermeiden. Die Zahlungen eines französischen Unternehmens an ein ausländisches Unternehmen unterliegen insoweit grundsätzlich der Kapitalertragsteuer.

Dieser Beitrag wurde erstellt von RA Martin Funk.