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Bayerisches Oberstes Landesgericht
Beschl. v. 10.12.2003, Az.: 5 St RR 331/03
Aufstellung von Regeln für das Verhalten der Ski- und Snowboardfahrer auf Abfahrtsstrecken durch den Internationalen Skiverband; Verletzung der allgemein gültigen Verhaltenspflicht
Gericht: BayObLG
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 10.12.2003
Referenz: JurionRS 2003, 27753
Aktenzeichen: 5 St RR 331/03
 

BayObLG, 10.12.2003 - 5 St RR 331/03

Amtlicher Leitsatz:

  1. 1.

    Die vom Internationalen Skiverband aufgestellten Regeln für das Verhalten der Skifahrer konkretisieren das allgemein bestehende Rechtsgebot, wonach sich jeder so zu verhalten hat, dass andere nicht gefährdet oder geschädigt werden.

  2. 2.

    FIS-Regel 3 gilt nur zwischen Skifahrern, die auf ein und derselben Piste abfahren.

  3. 3.

    Ob eine präparierte Piste und ein daran angrenzendes Tiefschneeterrain ein und dieselbe Piste im Sinne von FIS-Regel 3 bilden, bestimmt sich nach den Umständen des Einzelfalls.

  4. 4.

    Ist angrenzendes Tiefschneeterrain wegen beflaggter Abgrenzungspfosten und Niveauunterschieden des Geländes von bis zu ungefähr einem halben Meter nicht mehr der präparierten Piste zuzurechnen, steht einem aus dem Tiefschneegelände kommenden und die präparierte Piste querenden Snowboardfahrer nicht das Vorrecht nach FIS-Regel 3 zu; er unterliegt dann FIS-Regel 5.

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