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Oberlandesgericht Brandenburg
Beschl. v. 21.02.2014, Az.: 10 UF 159/13
Anspruch der Großeltern auf Ferienumgang mit Enkelkind
Gericht: OLG Brandenburg
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 21.02.2014
Referenz: JurionRS 2014, 23739
Aktenzeichen: 10 UF 159/13
ECLI: ECLI:DE:OLGBB:2014:0221.10UF159.13.0A

Verfahrensgang:

vorgehend:

AG Eisenhüttenstadt - 12.07.2013 - AZ: 3 F 185/12

Fundstellen:

FamRZ 2014, 1716

FuR 2015, 55-56

MDR 2014, 1093

ZKJ 2014, 445-446

OLG Brandenburg, 21.02.2014 - 10 UF 159/13

Amtlicher Leitsatz:

Die zeitliche Lage eines Ferienumgangs - auch der Großeltern mit dem Enkelkind - ist konkret zu regeln.

In der Familiensache
betreffend den Umgang mit dem Kind C... W...,
geboren am .... August 2007,
weitere Beteiligte:
1. die Großeltern väterlicherseits, Frau I... und Herr G... W...,
Antragsteller und Beschwerdegegner,
- Verfahrensbevollmächtigte: Rechtsanwälte ...
2. die Mutter, Frau L... W...,
Antragsgegnerin und Beschwerdeführerin,
- Verfahrensbevollmächtigter: Rechtsanwalt ...
3. die Verfahrensbeiständin, Rechtsanwältin H...,
zu benachrichtigen:
das Jugendamt des Landkreises ...,
hat der 2. Senat für Familiensachen des Brandenburgischen Oberlandesgerichts durch
den Richter am Oberlandesgericht Gutjahr
als Einzelrichter
am 21. Februar 2014
b e s c h l o s s e n :

Tenor:

Auf die Beschwerde der Mutter wird der Beschluss des Amtsgerichts Eisenhüttenstadt vom 12. Juli 2013 abgeändert.

Die Großeltern väterlicherseits haben das Recht, mit dem Kind C... W... jedes Jahr in den Herbstferien des Landes Brandenburg eine Woche zusammen zu sein, und zwar vom 1. Samstag nach dem letzten Schultag, 10:00 Uhr, bis zum darauffolgenden Samstag, 18:00 Uhr.

Die Großeltern väterlicherseits holen das Kind zu Beginn des Umgangs von der Wohnung der Mutter ab und bringen es am Ende des Umgangs wieder dorthin zurück. Die Mutter hält das Kind zu Beginn des Umgangs zur Abholung bereit und nimmt es am Ende des Umgangs an ihrer Wohnung entgegen.

Bei einer Zuwiderhandlung gegen die vorstehenden Regelungen kann ein Ordnungsgeld von bis zu 25.000 € und für den Fall, dass dieses nicht beigetrieben werden kann, Ordnungshaft angeordnet werden. Verspricht die Anordnung eines Ordnungsgelds keinen Erfolg, kann das Gericht Ordnungshaft anordnen.

Die Gerichtskosten erster und zweiter Instanz werden den Großeltern väterlicherseits und der Mutter je zur Hälfte auferlegt. Außergerichtliche Kosten werden nicht erstattet.

Der Beschwerdewert wird auf 3.000 € festgesetzt.

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