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Oberlandesgericht Dresden
Beschl. v. 29.10.2015, Az.: 20 UF 851/15
Berechnung des Unterhalts bei einem paritätischen Wechselmodell
Gericht: OLG Dresden
Entscheidungsform: Beschluss
Datum: 29.10.2015
Referenz: JurionRS 2015, 29630
Aktenzeichen: 20 UF 851/15
ECLI: ECLI:DE:OLGDRES:2015:1029.20UF851.15.0A

Verfahrensgang:

nachgehend:

BGH - 11.01.2017 - AZ: XII ZB 565/15

Rechtsgrundlage:

§ 1601 BGB

Fundstellen:

FamRZ 2016, 470

FF 2016, 415-418

FF 2016, 215

MDR 2015, 1368-1370

NJW-Spezial 2016, 6

NZFam 2016, 34

OLG Dresden, 29.10.2015 - 20 UF 851/15

Tenor:

I. Auf die Beschwerde des Antragsgegners wird der Beschluss des Amtsgerichts - Familiengericht - Grimma vom 28.05.2015, Az.: 2 F 233/13, abgeändert und insgesamt wie folgt neu gefasst:

1. Der Antragsgegner wird verpflichtet, an den Antragsteller zu 1) zu Händen der Kindesmutter ab Juni 2015 einen monatlichen Unterhalt i.H.v. 166,00 € monatlich im voraus bis zum 03. eines jeden Monats und mit den gesetzlichen Verzugszinsen ab dem 04. des Monats verzinslich zu zahlen.

2. Der Antragsgegner wird verpflichtet, an die Antragstellerin zu 2) zu Händen der Kindesmutter ab Juni 2015 einen monatlichen Unterhaltsbetrag i.H.v. 157,00 € und ab August 2015 i.H.v. 158,00 € monatlich im voraus bis zum 03. eines jeden Monats und mit den gesetzlichen Verzugszinsen ab dem 04. des Monats verzinslich zu zahlen.

3. Der Antragsgegner wird verpflichtet, an den Antragsteller zu 1) zu Händen der Kindesmutter rückständigen Unterhalt für den Zeitraum von September 2012 bis einschließlich Mai 2015 i.H.v. insgesamt 1.633,50 € zu zahlen.

4. Der Antragsgegner wird verpflichtet, an die Antragstellerin zu 2) zu Händen der Kindesmutter rückständigen Unterhalt für den Zeitraum von September 2012 bis einschließlich Mai 2015 i.H.v. insgesamt 2.081,84 € zu zahlen.

5. Im Übrigen werden die Anträge des Antragstellers zu 1) und der Antragstellerin zu 2) auf Zahlung von Kindesunterhalt zurückgewiesen.

6. Der Feststellungsantrag des Antragsgegners wird als unzulässig verworfen.

Die weitergehende Beschwerde des Antragsgegners wird zurückgewiesen.

II. Die sofortige Wirksamkeit des Beschlusses hinsichtlich Ziffer 1 und Ziffer 2 wird angeordnet.

III. Es verbleibt bei der erstinstanzlichen Kostenentscheidung. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens trägt der Antragsgegner.

IV. Die Rechtsbeschwerde wird zugelassen.

V. Der Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens wird auf 6.704,00 € festgesetzt.

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