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Oberlandesgericht Düsseldorf
Urt. v. 22.02.2007, Az.: I-8 U 17/05
Verzicht auf rechtzeitige Erstuntersuchung kurzfristig nach Entwöhnung des Frühgeborenen vom Respirator als grobe ärztliche Pflichtverletzung; Zur Frage des gebotenen Zeitpunktes der augenärztlichen Erstuntersuchung bei Frühgeborenen; Erblindung als Folge einer Frühgeborenen-Retinopathie des Stadiums IV bei einer Frühgeburt; Stadien der Frühgeborenen-Retinopathie und Erforderlichkeit augenärztlicher Untersuchungen zur Vermeidung einer Erblindung; Ärztliche Empfehlung über augenärztliche Untersuchung des Frühgeborenen im Abstand von 6-8 Wochen als grober ärztlicher Behandlungsfehler; Empfehlungen und Richtlinien über Durchführung und zeitliche Abfolge von augenärztlichen Kontrolluntersuchungen; Erfordernis weiterer Kontrolluntersuchungen bei Vorliegen einer nicht vollständig ausgereiften Retina bei Frühgeborenen; Gesicherte Erkenntnisse hinsichtlich der Diagnostik und Behandlung Frühgeborenen-Retinopathie
Gericht: OLG Düsseldorf
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 22.02.2007
Referenz: JurionRS 2007, 47491
Aktenzeichen: I-8 U 17/05
 

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Düsseldorf - 30.12.2004 - AZ: 3 O 172/04

nachgehend:

BGH - 21.02.2008 - AZ: VI ZR 88/07

Rechtsgrundlagen:

§ 823 BGB

§ 847 BGB

OLG Düsseldorf, 22.02.2007 - I-8 U 17/05

Tenor:

Auf die Berufung des Klägers und unter Zurückweisung seines weitergehenden Rechtsmittels sowie unter Zurückweisung der Berufungen der Beklagten und des Streithelfers wird das am 30. Dezember 2004 verkündete Urteil der 3. Zivilkammer des Landgerichts Düsseldorf teilweise abgeändert und wie folgt neu gefasst:

Die Beklagte wird verurteilt, an den Kläger 100.000 EUR nebst 4 % Zinsen seit dem 24. Mai 2004 zu zahlen.

Es wird festgestellt, dass die Beklagte verpflichtet ist, dem Kläger alle zukünftigen materiellen Schäden zu ersetzen, die aus Behandlungsfehlern anlässlich seines Aufenthaltes bei der Beklagten vom 18. Juli bis zum 27. September 1990 herrühren, soweit die Ansprüche nicht auf Sozialversicherungsträger oder sonstige Dritte übergehen.

Im übrigen wird die Klage abgewiesen.

Die Kosten des Rechtsstreits werden zu 55 % dem Kläger und zu 45 % der Beklagten auferlegt. Die Kosten der Nebenintervention tragen zu 55 % der Kläger und zu 45 % der Streithelfer.

Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar.

Die Beklagte darf die Vollstreckung des Klägers gegen Sicherheitsleistung in Höhe von 110 % des aufgrund des Urteils vollstreckbaren Betrages abwenden, wenn nicht der Kläger vor der Vollstreckung in gleicher Höhe Sicherheit leistet.

Der Kläger darf die Vollstreckung der Beklagten und des Streithelfers in Höhe von 110 % des aufgrund des Urteils vollstreckbaren Betrages abwenden, wenn nicht die Beklagte und der Streithelfer vor der Vollstreckung in gleicher Höhe Sicherheit leistet.

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