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Oberlandesgericht Karlsruhe
Urt. v. 12.04.2005, Az.: 12 U 251/04
Vorliegen baubedingter Schäden; Anspruch aus einem Gebäudeversicherungsvertrag wegen Sturmschäden
Gericht: OLG Karlsruhe
Entscheidungsform: Urteil
Datum: 12.04.2005
Referenz: JurionRS 2005, 13656
Aktenzeichen: 12 U 251/04
ECLI: ECLI:DE:OLGKARL:2005:0412.12U251.04.0A

Verfahrensgang:

vorgehend:

LG Mannheim - 26.05.2004 - AZ: 6 O 85/01

Fundstellen:

NJW-RR 2006, 820-821

OLGReport Gerichtsort 2005, 455-456

zfs 2005, 449-450 (Volltext mit amtl. LS)

Verfahrensgegenstand:

Forderung

OLG Karlsruhe, 12.04.2005 - 12 U 251/04

Amtlicher Leitsatz:

Zum Nachweis eines Sturmschadens ist es nicht erforderlich, dass der Beweis für ein direktes Auftreffen einer Luftbewegung von mindestens Windstärke 8 auf das versicherte Gebäude erbracht wird.

In dem Rechtsstreit
hat der 12. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Karlsruhe
auf die mündliche Verhandlung vom 03. März 2005
unter Mitwirkung von
Vors. Richter am Oberlandesgericht Zöller
Richterin am Oberlandesgericht Lampel-Meyer
Richter am Oberlandesgericht Dr. Stecher
für Recht erkannt:

Tenor:

  1. I.

    Auf die Berufung der Klägerin wird das Urteil des Landgerichts Mannheim vom 26.05.2004 - 6 0 85/01 - im Kostenpunkt aufgehoben und im Übrigen wie folgt abgeändert:

    Es wird festgestellt, dass die Beklagte verpflichtet ist, der Klägerin bedingungsgemäßen Versicherungsschutz zu leisten für die am Gebäude Jugendhaus H aus dem Sturmschadensereignis vom 04.01.2001 / 05.01.2001 hervorgerufenen Schäden bei Achse 5 (Klagantrag f ) / Gebäudeteil D.).

    Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.

  2. II.

    Die weitergehende Berufung der Klägerin wird zurückgewiesen.

  3. III.

    Von den Kosten beider Rechtszüge tragen die Klägerin 80 % und die Beklagte 20 %.

  4. IV.

    Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar.

    Die Zwangsvollstreckung kann durch Sicherheitsleistung in Höhe von 110 % des aus dem Urteil vollstreckbaren Betrages abgewendet werden, wenn nicht die Gegenseite vor der Vollstreckung Sicherheit in Höhe von 110 % des jeweils zu vollstreckenden Betrages leistet.

  5. V.

    Die Revision wird nicht zugelassen.

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